6. Funtrailrun im Gysenberg

Auch der 6. FUNTRAILRUN im Gysen­berg wurde bei bestem Wet­ter von Schü­lerin­nen und Schülern der Gesamtschule Wanne-Eick­el gemein­sam mit weit­eren Sportlern aus dem Ruhrge­bi­et mit Begeis­terung absolviert. Dazu ging es am Son­ntag, 25. Sep­tem­ber 2022, raus ins Gelände. Mit ein­er neuen Streck­en­führung, und wie in jedem Jahr, mit neu gestal­teten Hin­dernissen, ging es an die Bewäl­ti­gung der ca. 7 Kilo­me­ter lan­gen Runde. Es ging über Sand, Wass­er und andere Hindernisse.

Schon zum vierten Mal nah­men Schü­lerin­nen und Schüler der Gesamtschule Wanne-Eick­el (als einzige weit­er­führende Schule über­haupt) am diesjähri­gen FUNTRAILRUN teil.

Wir freuen uns schon auf den näch­sten RUN!

Markus Kowalk & Dr. Mar­cel Leyendecker

Zu Besuch im HOT und im Pluto

Auch in diesem Jahr besucht­en die sechs Klassen unseres neuen 5. Jahrgangs im Sep­tem­ber gemein­sam mit ihren Klassenlehrer*innen das HOT-Juenger­bistro in der Wan­ner Fußgänger­zone, um dort am Klassensem­i­nar „Unsere Klasse wird ein Team“ teilzunehmen, das von den Mitarbeiter*innen der Ein­rich­tung organ­isiert und durchge­führt wurde. Wenige Wochen nach der Ein­schu­lung bedeutete dieses Sem­i­nar für die Klassen eine gute Gele­gen­heit sich bess­er ken­nen­zuler­nen, indem sie sich mit koop­er­a­tiv­en Spie­len und Auf­gaben befassten, die vor allem der Team­bil­dung dienen soll­ten. So galt es für die Schüler*innen diverse Her­aus­forderun­gen zu meis­tern. Und egal ob bei der Suche nach dem Plüschschwein Uschi oder beim Über­queren des furchte­in­flößen­den Schokoflusses: es galt einen gemein­samen Lösungsweg zu find­en, denn nur als Team kon­nten die Auf­gaben erfol­gre­ich bewältigt werden.

Wichtiger Bestandteil des Sem­i­nars war daher auch die Reflek­tion der einzel­nen Spiele. Was lief schon gut? Was kön­nte man noch bess­er machen? Ins­ge­samt stand auch der Spaß im Mit­telpunkt. So nutzten die Schüler*innen in den Pausen inten­siv die Ange­bote des Jugendtreffs.

Abteilungsleit­er Tobias Krause freut sich über die bere­its seit eini­gen Jahren andauernde Koop­er­a­tion. Schließlich sei „eine enge Koop­er­a­tion mit Ein­rich­tun­gen wie dem HOT oder auch dem Plu­to aus viel­er­lei Grün­den so wichtig und daher eine wirk­liche Bere­icherung für unser Schul­pro­gramm“. Auch die Schüler*innen der Klassen waren sehr zufrieden mit diesem Tag, an dem sie etwas „Wichtiges gel­ernt haben, obwohl man gar nicht in der Schule war“. So bedank­ten auch sie sich mit einem her­zlichen Applaus beim Team des HOT-Juengerbistros.

“Unsere Klasse wird ein Team” im HOT

Aber nicht nur der 5. Jahrgang machte sich in den ersten Wochen des Schul­jahres auf den Weg in ein Jugendzen­trum, son­dern auch drei Klassen des 7. Jahrgangs. Ihr Ziel: das Plu­to an der Wil­helm­straße. Während der “Fre­und­schaft­stage” kon­nten die Schüler*innen viel gemein­sam erleben. Während sich manche lieber mit Bügelperlen oder mit Malen beschäftigten, nutzten andere die Zeit für ein Bas­ket­ball­spiel oder zum Go-Kart­fahren. Die Klassenlehrer*innen waren mit­ten­drin und freuten sich darüber, ihre Schüler*innen mal in ander­er Umge­bung zu erleben. 

Auch hier waren sich alle einig, dass sich der Besuch im Plu­to abso­lut gelohnt habe, und viele Schüler*innen gaben an, gerne im Nach­mit­tags­bere­ich wiederzukommen

Diese pos­i­tiv­en Rück­mel­dun­gen freuen auch Beratungs- und Klassen­lehrerin Meryem Keçe­ci : „Es ist super, dass das Plu­to unseren Siebtklässler*innen ein ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Pro­gramm anbi­eten kon­nte. Daran wer­den sich alle noch lange pos­i­tiv erin­nern!” Und auch Abteilungsleit­er Tobias Krause hofft, dass in Zukun­ft noch viele Schüler*innen der Gesamtschule Wanne-Eick­el ähn­lich gute Erfahrun­gen im Zuge der Fre­und­schaft­stage im Plu­to machen werden. 

Anfan­gen wird dies zunächst mit den drei noch verbliebe­nen Klassen des 7. Jahrgangs. Die Vor­freude ist da jeden­falls schon groß…

Neue 5er herzlich begrüßt

“Wir freuen uns, dass ihr da seid!“ – In zwei kurzweili­gen Ein­schu­lungs­feiern wur­den die neuen Schüler*innen des 5. Jahrgangs an unser­er Schule willkom­men geheißen. Gemein­sam mit ihren Eltern wur­den sie von Schullei­t­erin Katha­ri­na Roder­mund begrüßt, die den neuen 5ern in ihrer Ansprache alles Gute für ihren Start wünschte.

Durch die bei­den Ver­anstal­tun­gen in der Aula führte Abteilungsleit­er Tobias Krause, der expliz­it auch die Erziehungs­berechtigten ansprach. Schließlich seien sie und die Schule nun ein Team, das gut zusam­men arbeit­en müsse, um die Kinder auf dem Weg zu einem guten Abschluss best­möglich zu unterstützen.

Nach einem musikalis­chen Beitrag der Klasse 6f, die sich dafür extra in noch in den let­zten Feri­en­t­a­gen mit ihrer Klassen­lehrerin Ger­hild Weis­er zum Proben verabre­det hat­te, betrat­en die neuen Klassenlehrer*innen die Bühne, die min­destens so aufgeregt waren wie ihre Schüler*innen. Von daher beka­men auch sie eine Schultüte sowie eine Son­nen­blume überreicht. 

Die Beratungslehrer*innen Meryem Kece­ci und Matthias Hein-Reich­wein über­gaben den neuen Klassen dann jew­eils eine vom Fördervere­in gespon­serte Spielek­iste. Bepackt mit dieser sowie noch weit­eren Geschenken – alle Schüler*innen beka­men beispiel­sweise eine vom Vorgänger­jahrgang gebastelte Aufmerk­samkeit – macht­en sich die neuen Klassen auf den Weg in ihre neuen Klassen­räume, wo die neuen 5er ihre Klassenlehrer*innen schon etwas ken­nen­ler­nen kon­nten und wichtige Infor­ma­tio­nen für die näch­sten Tage erhielten.

Die Eltern kon­nten während­dessen bei einem Getränk wichtige Fra­gen loswer­den und sich untere­inan­der sowie mit der Abteilungsleitung und den Beratungslehrer*innen aus­tauschen. Am Stand des Fördervere­ins wurde eben­falls eifrig informiert und sich auch angemeldet. Wir freuen uns über alle neuen Mit­glieder, die die Arbeit dieses für die Schule wichti­gen Vere­ins so unterstützen!

Unseren neuen 5ern wün­schen wir weit­er­hin einen guten Start, dass sie sich an unser­er Schule wohlfühlen und ihre Schul­lauf­bahn erfol­gre­ich meistern!

„Die Grenzen des Betons sind die Grenzen unserer Phantasie.“

In diesem Schul­jahr hat sich der EF-Kun­stkurs von Frau Geiger zusät­zlich zum Schullehrplan noch mit einem weit­eren The­ma auseinan­derge­set­zt: Beton.

Hier­für haben sich die Schüler*innen zunächst mit dem Mate­r­i­al Beton und mit ver­schiede­nen Möglichkeit­en mit Beton zu arbeit­en beschäftigt.

Zusät­zlich zu den Arbeit­en soll­ten die Schüler*innen auch noch kurze Erk­lärun­gen verfassen.

Die Schüler*innen in diesem Bild haben eine Sitzbank aus Beton gegossen.  Dabei haben sie die Abkürzung der Schule, GEWE, als neg­a­tive mit eingearbeitet.
In Anlehnung an Leonar­do da Vin­cis „Das let­zte Abendmahl“ hat sich diese Gruppe mit dem The­ma Essen in der heuti­gen Gesellschaft auseinan­derge­set­zt. Da die Anzahl der hungern­den Men­schen weit­er­hin steigt, let­ztes Jahr waren es 811 Mil­lio­nen, haben sich diese Schüler*innen dazu entsch­ieden, anstelle ein­er vollen Tafel den leeren Teller als Mah­n­mal darzustellen.
Diese Schüler*innen haben unsere ästhetis­che Wahrnehmung kri­tisiert und eine men­schliche Fig­ur, welche zur Hälfte dünn und zur Hälfte rundlich ist, umge­set­zt. Dies soll aufzeigen, dass alle Men­schen, egal wie sie ausse­hen, gle­ich schön sind.
In dieser Arbeit kri­tisierten die Schüler*innen den gesellschaftlichen Umgang mit der Natur. Der Beton wurde hier so geformt, dass er aussieht, als würde er das Efeu, das Sym­bol für Leben und Tod, „auf­fressen“.  So, wie unsere Gesellschaft immer mehr Natur zurück­drängt, um Leben­sraum zu schaf­fen, wird hier auch die Natur eingeschränkt.
Als Hom­mage an Picas­so, welch­er an Lun­gen­ver­sagen starb, hat diese Gruppe zwei Lun­gen­flügel aus Beton gegossen und die Luftröhre, das Plas­tikrohr, mit Zigaret­ten­s­tum­meln gefüllt. Dies soll eben­so darauf ver­weisen, wie gesund­heitss­chädi­gend Zigaret­ten sind. Für dieses Pro­jekt haben die Schüler*innen Lun­gen­flügel aus dem Biolo­gie­un­ter­richt nachgegossen.

Das Zitat aus der Über­schrift stammt von Bernd Hille­meier, deutsch­er Bauin­ge­nieur und Hochschullehrer 1941 Presse-Ser­vice Archiv für Fachme­di­en der Beton­Mar­ket­ing Deutsch­land GmbH, Leipziger Stu­den­ten brin­gen Beton in Form, Berlin, 13. Juli 2007, beton.org http://www.beton.org/service/presse/fachpresse/archiv.html?a=419, gefun­den in: https://beruhmte-zitate.de/themen/beton/

BERLIN! BERLIN! WIR WAREN IN BERLIN!

Vom 21.01.–25.01.2022 war es endlich soweit – nach zwei Jahren ohne Schul­fahrten und mit­ten in Coro­na-Times – durften 32 Schüler*innen der Q2 mit ihren Beratungslehrer*innen Her­rn Leyen­deck­er und Frau Doetsch sowie Her­rn Knödler auf die tra­di­tionelle von Her­rn Knödler geplante, am Geschicht­sun­ter­richt ange­bun­dene, Berlin­fahrt fahren. Nach gefühlten 20 Abfra­gen, 50 Infor­ma­tions­blät­tern und 200–300 E‑Mails startete die Fahrt am 21.01. am Hern­er Bahn­hof, wo die Lehrer*innen direkt das mobile Testzen­trum Gesamtschule Wanne öffneten und damit die erste Tra­di­tion der Berlin­fahrt ins Leben riefen: das tägliche Testen, was darin bestand, dass alle um 7:30 Uhr liebevoll aus dem Schlaf gek­lopft oder gehäm­mert wur­den, um ihre Tests ent­ge­gen zu nehmen, die 15 Minuten später erneut über­prüft wur­den. Während der Fahrt mit dem ICE wurde dann auch bere­its durch das Los der Spielka­rte das größte Prob­lem aus dem Weg geräumt, mit dem die Schüler*innen bere­its in den Wochen zuvor ständig ihre Beratungslehrer*innen in den Wahnsinn getrieben haben, die Frage danach, wer die heiß umkämpften Fünf­bettz­im­mer beziehen durfte und wer stattdessen ein Vier­bettz­im­mer nehmen musste. Auch die Aufteilung in zwei Grup­pen: die Gruppe von DOET/LEMA bzw. KNJO erfol­gte dort. Wir fuhren bei strahlen­dem Son­nen­schein in ein leicht schneebe­deck­tes Berlin ein. Die erste Begeg­nung mit Berlin war der Berlin­er Haupt­bahn­hof, der schon eine Stadt für sich zu sein scheint.

 

Nach dem glück­lichen Bezug der Zim­mer im Meininger Hotel am Alexan­der­platz sollte es mit dem ersten kul­turellen Pro­gramm­punkt, dem Besuch des DDR-Muse­ums in der Kul­tur­brauerei, los­ge­hen, doch die Schüler*innen riefen stattdessen ihre zweite Tra­di­tion der Berlin­fahrt ins Leben: das ständi­ge Zus­pätkom­men zu vere­in­barten Uhrzeit­en, selb­st die Grün­dung ein­er What­sApp-Gruppe kon­nte dieses Prob­lem nicht beheben. Immer andere Schüler*innen kamen immer ver­späteter zu spät – unvergessen in diesem Zusam­men­hang ist ein Anruf bei einem der Beratungslehrer*innen, zehn Minuten nach der vere­in­barten Zeit mit der Aus­sage, dass ger­ade das Mit­tagessen gekom­men sei und man dies erst­mal essen müsse, obwohl man vorher drei Stun­den Zeit hat­te –, was dazu führte, dass die Lehrer*innen zu der List grif­f­en, den Zeit­punkt des Tre­f­fens immer weit­er vorzu­ver­legen, sodass vere­in­barte Zeit­en einge­hal­ten wer­den kon­nten (in diesem Zusam­men­hang möcht­en wir uns bei den Schüler*innen entschuldigen, die immer pünk­tlich waren und immer mit uns warten mussten). Das DDR-Muse­um war trotz der unter­schiedlichen Qual­ität der Führun­gen sehr inter­es­sant und enthielt für viele der Schüler*innen einen Aha-Moment, was es alles in der ehe­ma­li­gen DDR nicht gab, sodass man sich dann auch über die West­pakete freute, auch wenn sie nicht voll­ständig anka­men. Neben­bei erfüllte der DDR-Schick der Woh­nung­sein­rich­tung auch noch den angenehmen Neben­ef­fekt von inter­es­san­ten Hin­ter­grundsmo­tiv­en für Einzel- und Grup­pen­bilder. Die Gestal­tung des Abend­pro­gramms war den Schüler*innen selb­st über­lassen und fiel dann auch entsprechend der Indi­vid­u­al­ität der Schüler*innen vielfältig aus, während einige Fre­unde und Bekan­nte in Berlin besucht­en, set­zten andere das Kul­tur­pro­gramm fort und besucht­en das Kino oder Duss­mann, während sich wieder andere magisch von Berlin-Kreuzberg ange­zo­gen fühlten und Abend für Abend dor­thin pil­gerten. Der erste Abend endete dann mit der drit­ten Tra­di­tion der Berlin­fahrt: jede/r musste sich um 0:00 Uhr im Foy­er bei den Lehrer*innen abmelden.

 

Der 22.01. startete gemein­sam an der „Gedenkstätte der Berlin­er Mauer“ (an der Bernauer Straße). Dort kon­nten wir nicht nur Orig­i­nal­stücke der Mauer und einen Bere­ich des soge­nan­nten Todesstreifens sehen, son­dern die Guides erzählten auch sehr viele Anek­doten und unter­mal­ten ihre Zeitzeu­gen­berichte durch Fotogra­phien. Unvergessen ist das „Fen­ster des Gedenkens“ mit 162 Fen­stern, in dem 130 Fotos von Maueropfern abge­bildet sind. Beson­ders tragisch ist dabei sicher­lich der Bericht über die fünf ertrunk­e­nen Kinder, die auf der West­seite der Stadt in die Spree gefall­en waren und nicht gerettet wer­den durften, bis es am 29.10.1975 endlich zu einem Abkom­men zwis­chen der BRD und der DDR kam, in dem fest­gelegt wurde, wer ret­ten durfte. Auch dem Muse­um wurde ein kurz­er Besuch abges­tat­tet. Am Nach­mit­tag tren­nten sich die bei­den Grup­pen. Während Herr Knödler mit sein­er Gruppe das „Denkmal für die ermorde­ten Juden Europas“ (kurz: „Holo­caust-Mah­n­mal“) auf­suchte und dabei eine tragis­che Begeg­nung mit ein­er Taube hat­te, besuchte die Gruppe DOET/LEMA den Bendlerblock und damit die „Gedenkstätte Deutsch­er Wider­stand“. Dort hat­ten sich die Guides etwas Beson­deres für die Schüler*innen aus­gedacht. Nach ein­er gemein­samen Ein­führung, bei der es vor allem um die Geschichte des Gebäudes und der Statute des Wider­stand­skämpfers von Richard Scheibe im Innen­hof und ein­er kurzen Führung durch die ver­schiede­nen Bere­iche der Ausstel­lung, bei der unweiger­lich Stauf­fen­berg und sein Büro im Fokus standen – wobei sich eine inter­es­sante Diskus­sion ergab, in der es darum ging, ob der noch enthal­tene Boden­be­lag, der bere­its vor der NS-Zeit ver­legt wor­den war, nun an Hak­enkreuze erin­nere oder nicht – beka­men die Schüler*innen die Auf­gabe, sel­ber zu Muse­ums­führern zu wer­den. Sie soll­ten sich in Kle­in­grup­pen einen der Bere­iche, in denen ver­schiedene For­men des Wider­stands vorgestellt wur­den, auswählen und ihn für einen kurzen Vor­trag auf­bere­it­en. Diese Vorträge waren aus­ge­sprochen his­torisch fundiert und gelun­gen. Der Tag endete für die Lehrer*innen und einen Teil der Schüler*innen bei türkischem Essen in Berlin-Kreuzberg.

 

Am Son­ntagvor­mit­tag besuchte die Gruppe KNJO den Bendlerblock, während die Gruppe DOET/LEMA das „Holo­caust-Mah­n­mal“ auf­suchte. Ein vorheriger kurz­er Zwis­chen­stopp am Bran­den­burg­er Tor durfte natür­lich nicht fehlen. Das „Holo­caust-Mah­n­mal“ hätte geo­graphisch nicht bess­er platziert wer­den kön­nen, befind­et es sich doch direkt auf geschicht­strächti­gen Gebi­et, so lag dort nicht nur bis 1989 ein Teil des soge­nan­nten Todesstreifen, son­dern im 18./19. Jahrhun­dert befan­den sich dort die Adelspalais, die im frühen 20. Jahrhun­dert von Min­is­tern bezo­gen wur­den, bis schließlich Goebbels dort seine Stadtvil­la bezog. Unter­halb der Gedenkstätte befind­et sich ein Teil des soge­nan­nten Führerbunkers, der bei der Schlacht um Berlin von der SS-Divi­sion „Nord­land“ vertei­digt wurde und beim Bau der 2711 Stehlen ver­siegelt wurde. Die Schüler*innen mussten eine Rede von Frau Doetsch über sich erge­hen lassen, fan­den aber auch nach ein­er Besich­ti­gung der labyrinthar­ti­gen Stehlen sehr viele inter­es­sante Deu­tungsan­sätze für diese Gedenkstätte, bei der vor allem die Ori­en­tierungslosigkeit ein­er­seits und der Blick auf die amerikanis­che Botschaft ander­er­seits the­ma­tisiert wur­den. Im Anschluss daran ging es an den „Ort der Infor­ma­tio­nen“, ein inno­v­a­tives und sehr mod­ernes Muse­um, in dem mit mod­er­nen Medi­en die Geschichte des Holo­causts und damit auch die Darstel­lung von Einzelschick­salen dargestellt wird. Dieses Muse­um rührte einige Schüler*innen zu Trä­nen. Am Nach­mit­tag soll­ten ein Tre­f­fen am Bran­den­burg­er Tor sowie eine Stadtrund­fahrt mit dem 100er Bus fol­gen. Am Bran­den­burg­er Tor und am Reich­stag, inklu­siv­er ein­er kleinen his­torischen Ein­heit von Her­rn Knödler, wur­den trotz der hohen Ver­spä­tungszeit der Schüler*innen Grup­pen­fo­tos gemacht. Die geplante Stadtrund­fahrt, für die Frau Doetsch einen aus­führlichen Vor­trag geplant hat­te, fiel aber aus mul­ti­kausalen Grün­den aus. Es war bere­its so spät und daher auch dunkel, dass man fast nichts mehr sehen kon­nte. Die Anstren­gung der let­zten Tage führte fern­er dazu, dass viele Schüler*innen die Fahrt nutzten, um ein Nick­erchen zu hal­ten. Außer­dem fuhr lei­der kein Dop­peldecker­bus, son­dern nur ein nor­maler Bus, was dazu führte, dass sich die Schüler*innen im ganzen Bus verteil­ten. Obwohl Frau Doetsch über genü­gend Stim­men­vol­u­men ver­fügt, verzichtete sie aus Rück­sicht den anderen Mitfahrer*innen gegenüber darauf, den ganzen Bus mit ihrem Vor­trag zu erfreuen. Stattdessen unter­hiel­ten sich DOET und KNJO köstlich gegen­seit­ig mit ihrem his­torischen Wis­sen, wobei selb­st LEMA nach ein­er Zeit nicht mehr auf­passte. Die Fahrt endete am Roten Rathaus, wobei sich KNJO noch ein­mal als his­torisch­er Stadt­führer ver­suchte, was allerd­ings viele Schüler*innen lei­der nicht mehr sehr interessierte.

 

Am Mon­tag ging es wiederum gemein­sam zur „Gedenkstätte Hohen­schön­hausen“. In der bedrück­enden Atmo­sphäre des ehe­ma­li­gen Stasi-Gefäng­niss­es führten Zeitzeu­gen als Guides durch das alte erste und das neuere Gefäng­nis. Die Guides beant­worteten bere­itwillig ver­schieden­ste Fra­gen, während die Schüler*innen die Enge der Zellen und die für die dama­lige Zeit sehr mod­erne Art der Kon­tak­tver­mei­dung ken­nen lern­ten. Es war beein­druck­end, was sich auch in dem begeis­terten Feed­back der Schüler*innen zeigte. Auch ein kurz­er Besuch der Ausstel­lung schloss sich an. Am Nach­mit­tag folge auf Wun­sch der Schüler*innen ein Besuch der „East Side Gallery“. Dies war das einzige Mal, dass die Lehrer*innen etwas zu spät kamen, obwohl sie vorher einen Wet­t­lauf gegen die Zeit ges­tartet und eine Per­for­mance der fliegen­den Lehrer*innen geboten hat­ten. Fern­er war es nicht so ein­deutig, ob man sich nun am Berlin­er Ost­bahn­hof oder am soge­nan­nten „Brud­erkuss“ tre­f­fen sollte – unvergessen ist sicher­lich in diesem Zusam­men­hang die Bil­dun­ter­schrift eines Schülers „2 Brüder vor 2 Brüdern“ – aber den­noch war auch dies eine beein­druck­ende Gedenkstätte. Der Tag endete mit einem gemein­samen Essen aller Teilnehmer*innen bei einem Italiener.

 

Am Dien­stagvor­mit­tag ging es dann lei­der schon wieder zurück nach Wanne-Eick­el. Der ICE kon­nte tat­säch­lich pünk­tlich erre­icht wer­den, da alle einiger­maßen pünk­tlich waren und es die meis­ten schafften, ihre Kof­fer ohne die Nutzung eines Aufzugs zu trans­portieren. Die Lehrer*innen waren mehr als nur zufrieden mit der Bilanz, die sie glaubten, ziehen zu dür­fen: 5 Tage Berlin mit einem tollen Pro­gramm, ein­er großar­ti­gen Stim­mung und kein einziger Coro­n­afall. Schon am Nach­mit­tag stellte sich allerd­ings her­aus, dass sie sich zu früh gefreut hat­ten. Auch wenn sich in der Folge zwölf Coro­n­afälle ein­stell­ten und zwis­chen­zeitlich ins­ge­samt 25 der 32 nach Berlin gereis­ten Schüler*innen in Quar­an­täne befan­den, war diese Stu­di­en­fahrt ein großer Erfolg und die Bilanz ist ganz klar: Gesamtschule Wanne 1 – Coro­na 0.

 

Die beglei­t­en­den Lehrer*innen bedanken sich bei den Schüler*innen für die großar­tige Fahrt!

 

DOET, KNJO und LEMA

Notfallseelsorge — ganz ohne Notfall, dafür mit viel Herz

 Im Rah­men der The­men­rei­he „Leben angesichts des Ster­bens“ durften Reli­gion­slehrerin Eva Franke und ihr 10er-Kurs Uta Heitkem­per begrüßen. Sie ist seit Not­fallseel­sorg­erin aus dem Raum Dort­mund und dort seit 2010 ehren­matlich tätig. Die Not­fallseel­sorge gibt es seit mehr als 20 Jahren und sie ste­ht Men­schen in akuten Not­si­t­u­a­tio­nen bei.

„Mitar­bei­t­ende der Not­fallseel­sorge wer­den bei plöt­zlichen Todes­fällen im häus­lichen Bere­ich, beim Über­brin­gen von Todesnachricht­en, bei Tod und schw­eren Ver­let­zun­gen von Kindern, bei Unfällen, Brän­den, bei Suizid oder Gewaltver­brechen gerufen, um Betrof­fene zu begleiten.“

Die Schüler*innen fol­gten zunächst ges­pan­nt der Biogra­phie von Frau Heitkem­per, um anschließend die gesam­melten Fra­gen zu stellen. Dabei inter­essierten sie sich beson­ders für die emo­tionalen Aspek­te der Not­fallseel­sorge, wie beispiel­sweise das Begleit­en von Eltern, deren Kinder ver­stor­ben sind. Auch das Inter­esse an den Abläufen und der Vorge­hensweise bei Ein­sätzen war groß. Viele Fra­gen und auch die Antworten deck­ten sich dabei mit den Unter­richtsin­hal­ten, was für die Schüler*innen eine beson­dere Lern­si­t­u­a­tion schaffte.

Auch die Nach­bear­beitung in den darauf fol­gen­den Stun­den zeigte, dass der Besuch viele Spuren hin­ter­lassen hat­te, sodass alle Beteiligten hof­fen, dass Mitar­bei­t­ende der Not­fallseel­sorge auch in Zukun­ft Schüler*innen unser­er Schule von ihren Erfahrun­gen bericht­en werden.

Weihnachtsgruß der Schulband

Gelebte Kultur

Dieses Jahr mussten alle auf viele Tre­f­fen, Ereignisse oder Ver­anstal­tun­gen verzicht­en. So musste auch unsere Schul­band dieses Jahr einige Ent­behrun­gen erfahren. Sie hoffte noch auf das tra­di­tionelle wei­h­nachtliche Kam­merkonz­ert und probte bere­its dafür. Als die Nachricht kam, dass das Konz­ert dieses Jahr coro­n­abe­d­ingt nicht stat­tfind­en kann, entschloss sich die Band einen Videogruß mit unser­er eige­nen Inter­pre­ta­tion des Wei­h­nacht­sklas­sik­ers „god rest ye mer­ry gen­tle­men“ aufzunehmen. Die Schul­band wün­scht allen erhol­same, besinnliche und vor allem gesunde Wei­h­nacht­stage und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Wir hof­fen auf ein neues Jahr mit vie­len musikalis­chen Möglichkeit­en und darauf alle gesund und munter wieder­se­hen zu können.

Experimentieren im Schülerlabor Dortmund

Schwein im Dönerspieß?

Am 2.12. gin­gen die Schüler*innen der Grund­kurse Biolo­gie von Frau Mekel­burg und Her­rn Yan­nik genau dieser Frage auf den Grund.

Die Lebens­mit­tel­skan­dale in den let­zten Jahren haben gezeigt, dass viele Pro­duk­ten nicht nur die Inhaltsstoffe enthal­ten, die auf dem Etikett angegeben sind. Für viel Aufruhr sorgte beispiel­sweise das Pfer­de­fleisch in Fer­ti­glasag­nen vor eini­gen Jahren. Außer­dem wur­den 2007 bere­its in jedem drit­ten Dön­er­spieß deut­liche Anteile von Schweine­fleisch festgestellt.

Die Schüler*innen unter­sucht­en mith­il­fe der PCR-Tech­nik und der Gelelek­trophorese ver­schiedene DNA-Proben von tierischen und pflan­zlichen Lebens­mit­teln und deren mögliche Anteile von Schweine­fleisch. Dabei mussten sie beson­deres Feinge­fühl bei ihrer Arbeit mit den gen­tech­nol­o­gis­chen Ver­fahren besitzen und schlüpften dabei in die Rolle eines*r Lebensmitteltechnolog*in. Begleit­et wur­den sie dabei von Her­rn Dr. Leyen­deck­er und Her­rn Inmez.

gesamtschule wanne-eickel_schuelerlabor_projekt
gesamtschule wanne-eickel_schuelerlabor_kooperation
gesamtschule wanne-eickel_schuelerlabor_experimente

SV engagiert sich auf Stadtebene

Gesamtschule Wanne-Eickel_SV auf Stadtebene

GE-WE-SV im Vorstand der Stadtdelegiertenkonferenz

Am 29.10. fand die Stadt­delegiertenkon­ferenz der Stadt-Schüler*innenvertretung statt und unsere SV nahm mit ein­er Del­e­ga­tion dort teil. Nach schwieri­gen anderthalb Jahren, in denen die Stadt­delegiertenkon­ferenz pan­demiebe­d­ingt aus­fiel und auch kein neuer Vor­stand gewählt wurde, kon­nte die Kon­ferenz im Bürg­er­saal der Akademie Mont-Cenis stat­tfind­en. Auch unsere SV ist im neu gewählten Vor­stand vertreten. Unser Schüler*innensprecher Emire wurde gewählt und ist dort für die Öffentlichkeit­sar­beit ver­ant­wortlich und Mustafa aus dem 10. Jahrgang ver­tritt die SSV als Lan­des­delegiert­er. Tyrone und Izima ste­hen dem Vor­stand in der anste­hen­den Arbeit frei­willig zur Seite und wollen sich bei Ver­net­zungstr­e­f­fen einbringen.

Ein­er unser­er SV-Lehrer, Herr Weihrauch, wurde als Verbindungslehrer für die Stadt-SV gewählt und ste­ht dem Vor­stand bera­tend zur Seite. Wir freuen uns im kom­menden Jahr dazu beizu­tra­gen, alle Vertre­tun­gen stadtweit zu ver­net­zen, gemein­sam Ver­anstal­tun­gen zu organ­isieren und Aktio­nen mit­gestal­ten zu kön­nen. Es gibt nun auch eine Inter­net­seite der Stadt-SV und bald auch eine Insta­gram­page: https://ssv-herne.de

5. Funtrailrun im Gysenberg mit Rekord-Teilnehmerzahl

Auch der 5’te Fun­trail­run im Gysen­berg wurde bei bestem Wet­ter von Schü­lerin­nen und Schülern der Gesamtschule Wanne-Eick­el gemein­sam mit weit­eren Sportlern aus dem Ruhrge­bi­et mit Begeis­terung absolviert. Mit leicht geän­dert­er Streck­en­führung durch Wald- und Feld­wege sowie neuen her­aus­fordern­den Hin­dernissen (wie zum Beispiel ein­er hohen Klet­ter­wand) ging es für die Ath­leten auf eine 7 km lange Runde über Sand, Wass­er und andere Hindernisse.

Schon zum drit­ten Mal nah­men Schü­lerin­nen und Schüler der Gesamtschule Wanne-Eick­el (als einzige weit­er­führende Schule über­haupt) am diesjähri­gen Fun­trail­run teil. Waren es im ersten Jahr nur 5 Teil­nehmer und im zweit­en Jahr schon 6, gin­gen am Son­ntag, den 26.09.21 schon 10 Teil­nehmer an den Start. Rekord!!!

Teil­nehmer waren, sind in diesem Jahr: Cen­giz, Tal­ha, Oguzhan, Kaz­im, David, Jaque­line, Wik­to­ria, Felix, Vivi­enne, Niklas und 2 Sportlehrer.

Tal­ha kon­nte mit ein­er unglaublichen Zeit von 48:59 sog­ar den 8’ten Platz bele­gen. Da staunten die bei­den Sportlehrer nicht schlecht, die erst viel später das Ziel erreichten.

Anschließend ging es dann noch in die Therme nebe­nan, wo man die Muskeln wieder entspan­nen oder die lange Wasser­rutsche hin­un­ter­düsen konnte.

Wir freuen uns auf weit­ere Erfolge und eine noch größere Teil­nehmerzahl im näch­sten Jahr.

Markus Kowalk & Dr. Mar­cel Leyendecker