Energiesparen macht Schule

Die größte Prämie ging an die Gesamtschule Wanne-Eickel

Schon seit 2012 läuft das Projekt „Energiesparen macht Schule“ in Herne. Die Gesamtschule Wanne-Eickel ist von Anfang an dabei. Herner Schulen und Kitas haben bei diesem Projekt fast eineinhalb Millionen Euro von 2012 bis 2018 eingespart. Bei der Preisverleihung am Dienstag, 2. Juli 2019, in der Realschule Crange gratulierte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda allen Teilnehmenden.

Alle städtischen Kitas und 27 Schulen setzen sich dafür ein, bei jungen Menschen ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu wecken. Sie wollen Kinder und Erwachsene für den schonenden Umgang mit Energie und Ressourcen sensibilisieren. Außerdem setzen sie nachhaltige Projekte um, mit denen sie die Umwelt schonen.

An der Gesamtschule Wanne-Eickel haben zum Beispiel „Energiespardetektive“ in einem „Offenen Angebot“ einen Power-Point-Vortrag erstellt und unterrichten damit die neuen fünften Klassen über den Zusammenhang von Energieverbrauch und Klimawandel. Sie geben ihren Mitschülern Energiespartipps mit auf den Weg und führen dann einen Energiesparwettbewerb zwischen den Fünferklassen durch. Dass die Schülerinnen und Schüler mit Herzblut dabei sind, konnte man in diesem Jahr daran erkennen, dass es sehr schwer war, eine Siegerklasse zu ermitteln. Bei jedem Kontrollgang waren in allen Klassen die Fenster geschlossen, das Licht ausgeschaltet und die Wasserhähne zu. Am Ende gab es gleich drei Siegerklassen.

Für die erfolgreiche Teilnahme bekommen die teilnehmenden Schulen und Kitas in jedem Jahr eine Prämie, welche aus den Einsparungen und den pädagogischen Aktivitäten errechnet wird. Die höchste bekam zum wiederholten Male die Gesamtschule Wanne-Eickel. In diesem Jahr waren es 4171,- €. Unter Berücksichtigung der Witterung hat die Schule ihren Verbrauch an Heizenergie in 2018 um 8,84 Prozent gesenkt. Der Stromverbrauch sank sogar um 21,85 Prozent. Dazu trug auch die Reinvestition der Prämien aus den Vorjahren bei. Ein Großteil der alten Lampen in der Pausenhalle konnte durch energiesparende LED-Lampen ersetzt werden. Beide Werte liegen deutlich über dem Durchschnitt aller Schulen und Kitas. Im Vergleich zu den Referenzwerten aus dem Jahr 2011 wurden dadurch 96.740 kg CO2 weniger freigesetzt. Vergleicht man diese Einsparung mit der gesamten aller teilnehmenden Schulen und Kitas von 706.966 kg CO2, ist das ein Spitzenwert.

Gesamtschule Wanne-Eickel Energiespar-Praemie
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Gesamtschule Wanne-Eickel Energiespar-Urkunde

Energiespardetektive mit Diplom

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Energiesparwettbewerb der 5er Klassen

Kopf-an-Kopf-Rennen

Eine Siegerklasse war kaum zu ermitteln.

Alle Klassen des 5. Jahrgangs haben sehr gut gearbeitet und somit viel Energie gespart. Nachdem die Schülerinnen und Schüler einen Vortrag der Energiespardetektive über den Klimawandel und den Zusammenhang mit der Energienutzung gehört hatten, ging es in den Wettbewerb. In ihrem Klassenraum haben die Schülerinnen und Schüler darauf geachtet, dass die Fenster in den Pausen stets geschlossen waren, damit nicht unnötig Heizenergie zum Fenster hinausgelangt. Den Stromverbrauch haben sie reduziert, indem sie die Lichter im Klassenraum ausgeschaltet haben. Auch der Wasserhahn musste geschlossen sein. Da die Klassen kaum Fehler gemacht haben, konnten die Energiespardetektive zunächst keine Siegerklasse ermitteln. Deshalb haben sie entschieden, die drei Klassen mit der höchsten Punktzahl auszuzeichnen und ihnen einen Preis zu überreichen. Das waren die Klassen 5a, 5b und 5e. Herzlichen Glückwunsch! Als Preis bekamen sie jeweils eine Urkunde und eine Tüte mit Sport- und Spielgeräten überreicht. Aber auch die drei anderen Klassen waren nicht viel schlechter. Kleinigkeiten waren entscheidend.

Die Energiespardetektive freuen sich, dass sich ihr Einsatz so gelohnt hat.

Im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes wünschen die Energiespardetektive allen Beteiligten viel Erfolg beim weiteren Energiesparen.

A. van Bonn, Projektlehrer

Klassenfahrt nach Berlin

Gesamtschule Wanne-Eickel Berlinfahrt 10c
Gesamtschule Wanne-Eickel Klasse 10e in Berlin
Gesamtschule Wanne-Eickel Berlinfahrt 10d

Klassenfahrt nach Berlin

Während es drei Klassen an die Nordsee zog, wandelten drei Klassen, die 10c, d und e, auf historisch-kulturellen Spuren, die in unserer Hauptstadt Berlin überall zu finden sind.

Den Schülern und Schülerinnen wurde bei dem straffen Programm nicht (oft) langweilig. Ein Besuch des durch das Fernsehen berühmt gewordenen Clubs „Matrix“ läutete den Aufenthalt in Berlin ein. Entsprechend ausgetobt und spät kehrten alle ins A&O-Hostel am Hauptbahnhof zurück.

Am nächsten Morgen wartete eine Stadtführung nebst Einführung in den typischen Berliner Tor auf die gesamte Gruppe. Am Nachmittag bestand eine Auswahl: Besichtigte man nun das geschichtsträchtige Olympiastadion oder das Spionagemuseum? Da die Gruppe, die das Stadion besuchte, noch eine Stunde Zeit vor der Führung hatte, konnte sie dem Training von Hertha BSC im angrenzenden Park zusehen.

Kultur, Gesellschaft und eigene Erkundungen

Mittwochs konnte eine Schülergruppe den Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche besuchen und von dort aus „ausschwärmen“ und z.B. das berühmte KaDeWe erkunden. Eine zweite, sehr große interessierte Gruppe konnte Einblicke in die „dunkle Seite“ der deutschen Vergangenheit gewinnen durch den Besuch des Lagers Sachsenhausen.

Für eine kleine Gruppe ergab sich am Nachmittag die Gelegenheit, an einer Plenarsaalsitzung im Bundestag teilzunehmen. Die Schüler und Schülerinnen machten von der Möglichkeit Gebrauch, mit Frau Müntefering eifrig ihre eigenen aktuellen Themen und Fragen zu diskutieren. Eine zweite Gruppe erhielt eine Führung durch das Paul-Löbe-Haus. Der Kuppelbesuch war für alle ein gelungener Abschluss.

Am Tag vor der Abreise warteten Ausflüge und Erlebnisse auf die Jugendlichen, die von vielen als Höhepunkte und schönste Erlebnisse beurteilt wurden. Zunächst gab es einen Ausflug ins schöne Potsdam, wo eine Führung durch die „Neuen Kammern“ und durch den Park Sanssouci viele begeisterte. Vor der Freizeit in der reizenden Stadt konnten die Klassen mit ihren Klassenlehrern mittags gemeinsam essen. Die abendliche Vorführung „Max und Moritz für Erwachsene“ im berühmten Theater am Schiffbauerdamm war überaus unterhaltsam und gelungen und begeisterte alle.

Entsprechend ruhig verlief die Rückfahrt am Freitag – das anstrengende, anregende Programm – und natürlich die ausdauernd genutzten späten Abendstunden im Hostel – waren offenbar doch kräftezehrend.

Trotz einiger gesundheitlicher Beeinträchtigungen fassen wir zusammen: Die SchülerInnen nutzten die Angebote, wir alle hatten gute Laune und es gab keine unangenehmen Begegnungen und Ereignisse  – stattdessen ergaben sich auch klassenübergreifend neue Freundschaften.

Eine rundum schöne Berlinfahrt wird allen positiv in Erinnerung bleiben – und damit binden wir niemandem einen „Berliner“ Bären auf! 😉

Monika Nolte-Linde, Klassenlehrerin