Varieté 9./10. Juni 2022

Ein langer Bericht über zwei kurzweilige Abende!

Unser 20. Vari­eté, zwei Jahre lang ver­hin­dert durch Ein­schränkun­gen zur Infek­tionsver­hin­derung, war trotz nahezu stündlich sich steigern­der tech­nis­ch­er Widrigkeit­en ein Augen- und Ohrenschmaus.

Der DONNERSTAGABEND über­raschte das gut gelaunte, motivierende Pub­likum mit zwei Stück­en der noch büh­ne­nuner­fahre­nen, aber sich den­noch profimäßig präsen­tieren­den Musikklassen des 6. und 7. Jahrgangs ( „B‑Jam-Blues“ mit einge­fügtem Sax­ophon-Solo und „Step by Step“).

Die DG-Gruppe des 8. Jahrgangs führte mith­il­fe der Tech­nik des Schwar­zlichts in die The­atergeschichte ein und been­dete die Präsen­ta­tion mit ein­er Pub­likumsabfrage. Nicht das griechis­che The­ater, nicht das absurde The­ater, nein, die Com­me­dia dell’Arte war der Pub­likum­sliebling des Abends.

Die Musikklasse des 8. Jahrgangs bildete mit der „Wucht“ der Dar­bi­etung von „Let’s get loud“ den ide­alen Über­gang zwis­chen den The­ater­stück­en der DG-Grup­pen des 9. und 10. Jahrgangs. Die Neuner präsen­tierten mit „Twit­ter-Gewit­ter“ ein berühren­des Stück über die Verzwei­flung eines jun­gen Mäd­chens bis zum Selb­st­mord auf­grund der „alter­na­tiv­en Fak­ten“ in den Tweets.

Die 10er ver­an­schaulicht­en mit großer Spiel­freude die Rache ein­er jun­gen Frau an ihrem sie hin­terge­hen­den und betrü­gen­den Part­ner. Da flo­gen die Fäuste und die Stüh­le. Beson­ders her­vorzuheben ist hier das fan­tasievolle Büh­nen­bild, das, ange­bracht auf umkehrbaren Palet­ten, schnell umge­baut wer­den konnte.

In die Pause geleit­ete eine Abor­d­nung der Musikklasse 6f mit der gelun­genen rhyth­mis­chen Per­cus­sion des „Cup-Songs“. Viele bunte Bech­er wech­sel­ten die Hände und die Rich­tun­gen bis zur abschließen­den Bodypercussion.

Nach der Pause war eine Koop­er­a­tion des Musik- und Lit­er­aturkurs­es der 12. Jahrgangsstufe zum The­ma „Unter­wegs­sein“ zu sehen und zu hören. Nach ein­er stimm­lich und instru­men­tal beein­druck­enden Ver­sion des Liedes „Ich bau eine Stadt für dich“ wurde das musikalis­che Leit­mo­tiv immer wieder vari­anten­re­ich und span­nungsvoll in das Stück des Lit­er­aturkurs­es aufgenom­men, das zahlre­iche Gedichte von u.a. Eichen­dorff, Tuchol­sky, Ringel­natz, Grün­bein und Hesse zu ein­er „Reise“ durch unter­schiedliche Per­spek­tiv­en zum „Unter­wegs­sein“ ver­band. Von der Vor­freude über die Ent­deck­ung der Welt über die Langeweile beru­flich Viel­reisender bis zu unfrei­willi­gen Ortsverän­derun­gen durch Flucht und Vertrei­bung ent­stand ein Kalei­doskop von Ein­drück­en. Mit großer musikalis­ch­er Präzi­sion und eben­so großer Spiel­freude der Schaus­piel­er wurde dieses anspruchsvolle Unter­fan­gen abwech­slungsre­ich und unter­halt­sam präsentiert.

Der Abend endete mit einem ful­mi­nan­ten musikalis­chen „Kracher“, dem Med­ley, gespielt von unserem ehe­ma­li­gen Schüler Emre am Schlagzeug, unserem aktiv­en Schüler Tyrone am Bass und Her­rn Stankovic an der Geige. Ein sehr schwungvoller Mix von unter­schiedlichen Gen­res und Songs ließ das Pub­likum staunen und am Ende in Begeis­terungsstürme ausbrechen.

Der FREITAGABEND präsen­tierte unseren jüng­sten Schaus­piel­nach­wuchs, die DG-Gruppe des 7. Jahrgangs. Sehr anschaulich durch Ein­spielun­gen mith­il­fe des Beam­ers wurde das The­ma „Mob­bing“ an einem Beispiel aufge­grif­f­en. Den Kindern, die das Stück selb­st entwick­el­ten, war diese The­matik so wichtig, dass das Stück mit einem Appell endete. Einger­ahmt wurde dieses Stück von der Schul­band, die vor allem mit sehr sicheren Sän­gerin­nen die Songs „Girl­friend“ und „Rip­tide“ vortrug.

Das Stück der 10er wurde in ein­er anderen, außeror­dentlich spiel­freudi­gen und schwungvoll spie­len­den Beset­zung erneut präsentiert.

Sowohl die Musikklasse 8 als auch das Med­ley-Terzett des Vor­abends wieder­holten ihre mitreißen­den Num­mern, ergänzt durch einen Mini­auftritt eines Schülers in der Rolle Michael Jacksons.

Die Koop­er­a­tion des Musik- und Lit­er­aturkurs­es der Q1 bildete wieder den Haup­tact nach der Pause. Dies­mal über­trafen sich alle Beteiligten in Präzi­sion der Anschlüsse, Inten­sität der Darstel­lung und in der Rei­bungslosigkeit der Abläufe.

Musikalisch abgerun­det wurde dieses nach­den­klich stim­mende, abwech­slungsre­ich darge­botene Stück durch die Lehrerband mit dem Par­ti­sa­nen­lied „Bel­la Ciao“. Inten­siv und dynamisch aufge­baut und damit ein­dringlich gespielt, rief es am Ende dieses Abends noch ein­mal zu Wider­stand gegen alle Regimes, die Frei­heit ein­schränken und Men­schen poli­tisch ver­fol­gen, auf.

In den Pausen sorgten die SV und die Q1 zur Auf­besserung ihrer Kassen für Getränke, Kuchen und frische Brezel.

Glück­lich über das Erleb­nis, nach zwei „Kul­turquar­an­täne-Jahren“ wieder Pub­likum begrüßt zu haben, freuen wir uns auf das

Vari­eté 2023.

Weihnachtsgruß der Schulband

Gelebte Kultur

Dieses Jahr mussten alle auf viele Tre­f­fen, Ereignisse oder Ver­anstal­tun­gen verzicht­en. So musste auch unsere Schul­band dieses Jahr einige Ent­behrun­gen erfahren. Sie hoffte noch auf das tra­di­tionelle wei­h­nachtliche Kam­merkonz­ert und probte bere­its dafür. Als die Nachricht kam, dass das Konz­ert dieses Jahr coro­n­abe­d­ingt nicht stat­tfind­en kann, entschloss sich die Band einen Videogruß mit unser­er eige­nen Inter­pre­ta­tion des Wei­h­nacht­sklas­sik­ers „god rest ye mer­ry gen­tle­men“ aufzunehmen. Die Schul­band wün­scht allen erhol­same, besinnliche und vor allem gesunde Wei­h­nacht­stage und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Wir hof­fen auf ein neues Jahr mit vie­len musikalis­chen Möglichkeit­en und darauf alle gesund und munter wieder­se­hen zu können.

Ein Mann wirft sich weg

„Aus dem Irren­haus“, so lautet das The­ma der Jahrgangsstufe 9 im Fach Darstellen und Gestalten.

In diesem Jahr wurde das The­ma auf Grund­lage eines Dialogs aus MR. PILKS IRRENHAUS von Ken Camp­bell erar­beit­et. In dem Minidra­ma „Ein Mann wirft sich weg“ tre­f­fen sich ein Obdachlos­er und ein verzweifel­ter Mann auf dem Dach eines Hochhaus­es. Der Mann will vom Hochhaus sprin­gen, doch der Obdachlose hält ihn auf und bit­tet ihn um seine Klei­dung. Nach­dem er nach und nach seine gesamte Klei­dung abgegeben hat, ver­lässt ihn der Mut zu sprin­gen. In dieser Sit­u­a­tion hil­ft der Obdachlose nach und schub­st ihn vom Dach.

Aktuell arbeit­et der Kurs an ein­er Ver­to­nung des Dialogs und an der Gestal­tung eines passenden Covers.

Auf dem Foto sieht man die Szene, in der der Obdachlose (Jean-Marie) den Mann (Izima) vom Sprin­gen abhal­ten will.